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Der Hund
Das wahrscheinlich älteste Haustier
des Menschen ist der Hund. Schon lange bevor er Schaf und Rind gezähmt und als
Haustiere in seinen Haushalt einbezogen hafte, streifte der Jäger in Begleitung
der Vorfahren unserer heutigen Hausgenossen durch die Wälder und Savannen der
frühen Steinzeit, um mit ihm gemeinsam jagt auf Hirsch und Auerochs, auf Wisent
und Bären zu machen.
Eigentlich müsste man annehmen, dass
wir über die Ursprünge der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund einiges wüssten.
Jedoch sind unsere Kenntnisse über diese Zeit generell sehr gering, das Wenige,
das wir wissen, beziehen wir aus Funden der Überreste dieser Zeit und ganz
wenigen Felsenzeichnungen, die uns die Steinzeitmenschen hinterlassen haben. So
können sich die Archäologen nur sehr schwer ein Bild dieser Zeit machen,
vieles muss man erraten, das meiste aber wird für immer im Dunkel der
Vorgeschichte bleiben.
Später im Altertum, in der Zeit, aus
der uns Zeichnungen und die ersten Schriften erhalten sind, werden die Berichte
über den Hund reichhaltiger und genauer. So waren im Alten Reich Ägyptens, das
etwa von 2660 bis 2160 vor Christus dauerte, Hunde beliebt, geschätzt und
geehrt. Zwei Windhundarten, eine Spitzart und ein Doggentyp sind uns aus
Abbildungen überliefert. Aber auch in den Berichten über Feldzüge tauchen
doggenartige Hunde immer wieder auf.
Im alten Griechenland waren Hunde
weit verbreitet. Der Dichter Homer berichtet in der Odyssee, ebenso wie andere
Werke aus dieser Zeit über treue und mutige Hunde. Der erste
,,wissenschaftliche" Bericht über Hundezucht und Hundehaltung stammt von
dem Griechen Xenophon, der etwa um 400 vor Christus lebte. Er beschreibt in
seinem Werk ,,Über die Kunst der Hundeführung" viele griechische Hunderassen,
die vor allem bei der Jagd eingesetzt wurden.
Als Kolumbus Ende des fünfzehnten
Jahrhunderts Amerika entdeckte, fand er bereits Hunde vor. Wir wissen, dass
bei den Inkas eine ,,Chihuahua" genannte Rasse bekannt war, die jedoch
nicht mit der heute gleichnamigen verglichen werden kann.