Der
Perro sin Pelo del Peru - Geschichte
Der Name Perro sin Pelo del Peru
bedeutet im spanischen " Hund ohne Fell aus Peru". Die Perro's
sind ca. seit 750 n.Chr. in Peru beheimatet. Wahrscheinlich wurden
haarlose Hunde auch als Handelsware zwischen Mexiko und Peru gehandelt.
Wie auch in Mexiko dienten die haarlosen Hunde als rituelle Speise und
als Medizin, so sollte ein haarloser Hund vielerlei Leiden kurieren können,
wenn er das Nachtlager mit seinem Besitzer teilte. Besonders die
haarlosen Exemplare des Perro's (obwohl in einem Wurf behaarte und
unbehaarte Hunde fallen können) waren den Indios sehr wertvoll und es
war nicht erlaubt behaarte und unbehaarte Hunde miteinander zu
verpaaren. So wurden die unbehaarten Hunde im Haus gehalten, während
die behaarten Hunde teilweise als Jagdhunde gehalten wurden. Es
gibt Berichte wonach die behaarten Hunde nachts eingesperrt wurden,
damit die haarlosen Hunde nachts ihren Auslauf bekamen. Tagsüber
blieben die haarlosen Hunde in den Häusern ihrer Besitzer. Als die
Spanier Peru eroberten, berichteten sie, dass die Perro's zusammen mit
den Orchideen in den Häusern der Inca's anzutreffen seien. Die Spanier
nannten die Hunde Perros Flora (Blumenhunde). Bis vor einigen Jahren war
diese Rasse auch in Deutschland unter dem Namen Inca Orchid Moonflower
Dog bekannt. Als besonders wertvoll galten bei den Incas sehr helle
Hunde, vielleicht, weil diese im Mondlicht leichter zu sehen waren als
dunkel pigmentierte Hunde.
Perro sin Pelo
del Peru - Heute
Der Perro ist ein optimaler
Familien und Begleithund, ruhig im Wesen und doch wachsam. Wie alle
haarlosen Hunde ist der Perro gegenüber Fremden eher misstrauisch und lässt
sich am liebsten nur von seinen Menschen anfassen. Seiner Familie gegenüber
ist er sehr anhänglich und gehorsam, ohne Jagdtrieb. Er liebt innige
Berührung und gibt beim schmusen gerne Freudeslaute von sich.
Perros sind sehr vital und sehr
schnell im Lauf. Sie lieben die Bewegung und dies auch bei Regen und
Schnee. Perros lieben es, die Sonne zu geniessen. Die Hautfarbe des
Perro ist im Sommer dunkler als im Winter. Durch die fehlende
Sonneneinstrahlung verblasst die Haut.
Die Haut verlangt nicht viel
Pflege, man sollte den Hunde sauber halten und ihn gelegentlich mit
etwas Babyöl eincremen. Im Frühjahr sollte man die Haut des Hundes,
genau wie die des Manschen, langsam an die Sonne gewöhnen, damit es
nicht zu einem Sonnenbrand kommt.
Anderen Hunden gegenüber verhält
sich der Perro freundlich. Wie alle haarlosen Rassen zeigt er bestes
Sozialverhalten. Er ist nicht ängstlich oder falsch. Haarlose Hunde
sind zumeist nicht vollzahnig, dies beeinträchtigt keineswegs seine
Vitalität. Es gibt auch beim Perro eine behaarte Variante, diese ist
kurzhaarig bis halblanghaarig und zumeist vollzahnig. Meistens sind die
Perros zweifarbig, also gepunktet, jedoch sind alle Farbschläge
erlaubt. Auf dem Kopf, an den Pfoten, und auf der Rute befinden sich oft
leicht Behaarung. Es gibt den Perro in drei Grössenschlägen, klein,
mittel und gross. Sein ganz besonderer Charme machen ihm zu einem
optimalen Begleithund für aktive Menschen. Es ist kein Hund für eine
reine Wohnungshaltung und nicht als lebende Wohnungsdekoration geeignet.
Der
Xoloitzcuintle - Geschichte
Der Name Xoloitzcuintle bedeutet
in der Aztekensprache Nahuatl "der Hund des Gottes Xolotl".
Die Gottheit Xolotl wurde als Hund dargestellt, Xolotl bedeutet "
der, der mit Zähnen so scharf wie Feuerkiesel nach Nahrung
schnappt" und steht in Verbindung mit dem Gott des Todes
Mictlantecuhtli. Die Azteken glaubten, dass man das Reich Mictlan (das
spirituelle Reich, ähnlich wie der Himmel im christlichem Glauben) nach
dem Tode nur erreichen könnte, wenn ein Hund einen führen würde. Für
die Azteken hatte das Leben auf der Erde ( Tlaltipac ) geringere
Bedeutung , als das Leben nach dem Tod des Körpers. Zu diesem Zweck
wurde ein Xolo getötet um die menschliche Seele in das Reich Mictlan zu
geleiten, die Reise dorthin dauert vier Jahre bevor die Seele nach
zahlreichen Proben und Hindernissen das Omeyocan ( der glückliche Ort
im Inneren des Himmels ) erreicht. Ebenso wurden Abbildungen von Xolo's
zu diesem Zwecke mit in das Grab gelegt. (Heute sind diese tönernen
Statuen bekannt, als die "Hunde von Colima" )
Der Xolo teilte sowohl das Leben
als auch den Tod seines Meister und beschützte ihn vor aller zeitlichen
und geistigen Unbill.
So konnte sich der Xolo durch
die Jahrtausende selbst nach der Invasion der Spanier im heutigen Mexiko
erhalten.
Der
Xoloitzcuintle - Heute
Durch sein faszinierendes Äusseres
und seinen hervorragenden Charakter haben sich zu allen Zeiten Menschen
gefunden, die diese Rasse bis in die heutige Zeit erhalten haben. Heute
wird der Xolo ausser in Mexiko auch in einigen anderen Ländern und der
USA gezüchtet. Das Zuchtaufkommen ist eher niedrig, so dass es sich
beim Xolo um eine sehr selten anzutreffende Hunderasse handelt.
Der Xolo ist ein sehr aktiver
und äusserst attraktiver Hund. Es sind alle Farben erlaubt zumeist ist
der Xolo jedoch einfarbig von apricot bis schwarz. Es gibt zwei Grössenschlage,
Miniatur ( bis 35 cm ) und Standart ( bis 57 cm ). Sie können wie alle
haarlosen Hunde durch die Haut transpirieren, dadurch hecheln sie fast
nie. Sie können unter Stress Tränen bilden und die Stirn in Falten
legen. Der Xolo ist solide und widerstandsfähig. Er ist vital, gesund
und langlebig. Allen Vorurteilen zum Trotz, kommt er auch mit niedrigen
Temperaturen (wie alle haarlosen Hunde) sehr gut zurecht. Sicher sind
haarlose Hunde nicht für die Haltung in Aussenzwingern geeignet, doch
gehen sie bei jedem Wetter gern ins Freie, wenn sie sich ausreichend
bewegen können. Es ist jedoch kein Hund für eine reine
Wohnungshaltung, er braucht viel Bewegungsfreiheit in frischer Luft.
Xolo's sind sehr wachsam und Fremden gegenüber häufig zuerst sehr
reserviert. Ihren Besitzern gegenüber zeigen sie sich voller Liebe und
geniessen wie alle haarlosen Hunde besonders gern intensiven Körperkontakt.
Noch heute glauben die Mexikaner an die therapeutischen Eigenschaften
des Xolo und die Rasse geniest sehr hohes Ansehen, sie soll vor
Krankheiten schützen, diese sogar heilen können.
Der Xolo ist so vollkommen in
seinen Eigenschaften, dass er sich als Freund des Menschen geradezu
anbietet. Er vereint exotische Schönheit, Eleganz und Anmut,
freundliches Wesen und Intelligenz. Seine Haarlosigkeit macht ihn zum
sauberen Haustier und bietet sich als Hundefreund auch für
Tierhaarallergiker an. Man kann sagen, der Xolo ist ein wahr gewordener
Hundetraum. Er hat kein Ungeziefer, haart nicht und er benötigt wenig
Pflege. Man sollte sie jedoch ab und zu baden und eincremen. Seine fröhliche
Veranlagung machen den Xolo zu einem idealen Gefährten.
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