Doggenartige 

Aus der Kreuzung von Nachkommen dieses sogenannten Torfhundes mit denen des Lagerhundes, also den Doggen und Molossern, entstanden die Doggenarti­gen. Schoßhündchen konnten bei diesen Kreuzungen nicht herauskommen. Wer einmal beispielsweise neben einer Deutschen Dogge stand, kann sicher nicht den Eindruck vergessen, den dieses ,,Kalb" auf einen macht. Ein Doggen rüde hat min­destens eine Schulterhöhe von 80 Zentimetern, sein Gewicht liegt einiges über einem Zentner. Bereits im Altertum wurden ihre Vorfahren als Kriegs- und Jagd­hunde eingesetzt.

Aber selbst der ,,relativ kleine" Boxer bringt es noch auf eine Schulterhöhe von rund 60 Zentimetern und ein Gewicht von 25 bis 30 Kilogramm, ebenso, wie die Bulldogge, die in England für einen im späten Mittelalter sehr beliebten Sport, das ,,bul-baiting", also den Kampf mit Stieren, gezüchtet wurde. Dieser Sport wurde übrigens dann im Jahr 1835 verboten, seither züchtet man die Bulldogge als rein­rassigen Haus- und Ausstellungshund.

Verwandt mit diesen Doggen sind die Doggenartigen. So brachten vermutlich Seeleute auf die Insel Neufundland große fast ein wenig an Bären erinnernde Hunde mit, die, die Fischer dann zum Ziehen von Wagen und Schliffen, aber auch zum Schleppen der Netze benützten. Die Neufundländer lieben das Wasser und haben so manchen Menschen vor dem Ertrinken gerettet.

Als Lebensretter bekannt ist auch der Bernhardiner. Er entstand aus einer Kreuzung zwischen den ursprünglich kurzhaarigen Molosser-Abkömmlingen und den Neu­fundländern. Zuerst als Wachhund eingesetzt, erkannte man bald seine Fähigkeit als Lawinenhund. Auch heute noch gilt er als gutmütiger Wachhund, der aber den Besitz seines ,,Rudels" und seine Besitzer tatkräftig verteidigen kann.

Ein ebenso guter Wachhund ist sein Verwandter, dessen Name schon seinen Beruf verrät, der Hovawart. Er wird bereits im 15. Jahrhundert in Abbildungen und Doku­menten als ,,Hofwart" erwähnt.