Dackel - Rauhaardackel

Die Ahnen des Dackels lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurück verfolgen, seinerzeit waren „kurzläufige“ Hunde bekannt, die den Jäger auf der Jagd begleiten.

Durch gezielte Zucht entstand der Dackel im 18, Jahrhundert, zunächst gab es nur den Kurzhaardackel, der „Urvater“ aller heutigen Dackelarten

Nach 1800 wurde der Kurzhaardackel gezüchtet, allerdings mit wesentlichen längeren Läufen als der heutige Dackel.

Im Jahre 1925 wurde der erste Rassestandard festgelegt. Eine überarbeitete Version folgte im Jahr 1947 und setzte das Gewicht für die drei Varianten (Langhaar-, Kurzhaar- und Rauhaardackel) herunter. In den 60er Jahren führte die Rasse sämtliche Statistiken an, und neugeborene Welpen wurden den Züchtern geradezu aus den Händen gerissen. Heute scheint es, das der Langhaar-, Kurzhaar- und Rauhaardackel die höchste Stufe seiner Karriereleiter erklommen hat.

Man sollte aber bedenken, dass die Rassestandards auch heute noch von Land zu Land unterschiedlich sind.

Der Langhaar-, Kurzhaar- und Rauhaardackel hat besondere Jagdfähigkeiten. Sein größter Trumpf ist dabei der ungewöhnlich niederläufige Körperbau, der es ihm ermöglicht, sogar in enge Gänge zu kriechen und die Beute dort bis zur Ankunft der Jäger festzuhalten. Der Kaninchenteckel eignet sich vor allem für die Hasenjagd: Er ist kaum größer als seine potentielle Beute, und Verfolgungsjagden enden oft im Hasenbau, wo der Hund dann gnadenlos zuschlägt.

Auch bei kleinen Missgeschicken fällt ihm schnell ein Trick ein, um den Zorn seines Besitzers zu besänftigen. Sein Repertoire an Mimik und Gestik ist unerschöpflich, und so schafft er es immer wieder, die Aufmerksamkeit seines Menschenrudels zu erwecken, um Verzeihung zu bitten oder sein Ziel zu erreichen.

Das heitere Gemüt des Langhaar-, Kurzhaar- und Rauhaardackel ist erstaunlich, und macht ihn daher zum idealen Gefährten für andere Haustiere. Der Dackel ist ganz versessen auf Kinder und wird im Notfall sogar zu ihrem zuverlässigen Bewacher. Wenn er jedoch allein sein möchte, ist mit dem Familienclown nicht mehr gut Kirschen essen: Dann knurrt er und verhält sich total abweisend. Ein Klaps mit der Zeitung aufs Hinterteil bringt ihn jedoch schnell wieder zur Vernunft. Die Kinder müssen von Anfang an lernen, dass sie den Hund in solchen Momenten in Ruhe lassen sollen!

Eine Wohnung in der Stadt ist für ihn kein Problem. Wenn sein Besitzer jedoch glaubt, ein solch kleiner Hund brauche nicht viel Bewegung, hat er sich gründlich getäuscht. Drei bis vier Spaziergänge täglich sind absolutes Minimum! Der Dackel muss sich verausgaben können, sonst wird er unausgeglichen und mürrisch. Besonders schön wäre natürlich ein Garten. Denn dort kann der Langhaar-, Kurzhaar- und Rauhaardackel seinem Jagdinstinkt freien Lauf lassen, und wenn man hin und wieder aus dem Fenster schaut, sieht man ihn von einer Ecke zur anderen flitzen und kleine Nager sowie andere Beutetiere aufstöbern. Bei dieser Betätigung kommt er ganz auf seine Kosten